Ein Raum, in dem Kreativität spürbar ist

Seit 2017 befindet sich die Goldschmiede von Martina Misch in den neuen Räumen auf der Albertusstr. 31 in 41061 Mönchengladbach.

In direkter Nähe zur Fußgängerzone und dem Einkaufszentrum Minto wurde der ehemalige Juwelierladen in einen luftigen Showroom umgewandelt.

Die eigentliche Goldschmiede fügt sich im hinteren Raum wie selbstverständlich an. So können nicht nur die Schmuck-Unikate in Ruhe betrachtet werden, sondern auch der Platz, an dem sie entstanden.

Goldschmiede

Die Werkstatt bietet auch den Raum für die Trauring-Kurse, bei denen sich die Paare ihre eigenen Ringe unter der kundigen Leitung von Martina Misch fertigen können.

Ein schönes Zeremoniell in der Zeit vor der Hochzeit, welches die Verbundenheit noch stärker zum Ausdruck bringt. Oft werden diese Kurse auch verschenkt. Gerade von Trauzeugen und Brauteltern ein gern gewähltes Geschenk.

Das Besondere der verwendeten Materialien

In der Goldschmiedekunst werden kunstvolle Anfertigung oder Ausschmückung aus Gold, Silber oder Platin mit viel Fachverstand und künstlerischer Vorstellungskraft gefertigt. Doch was verbirgt sich hinter diesen edlen Materialien? Und was macht sie so besonders?

Gold und seine etymologische Herkunft

Die Bezeichnung Gold leitet sich von dem indogermanischen ghel ab, was so viel bedeutet wie gelb und glänzend. Wie sein Name somit bereits andeutet, ist Gold eines der raren farbenprächtigen Edelmetalle. Das chemische Elementsymbol Au kommt von dem lateinischen Wort für Gold, aurum.

Legierungen von Gold

Die herkömmlichen Goldlegierungen setzen sich aus Gold, Silber und Kupfer zusammen, da diese drei Metalle häufig gemeinsam abgebaut werden. Die Zahlen einer Legierung geben den Gehalt an Feingold in Promille an; so hat das klassische 750er Gold einen Feingehalt von 75%. Die in Deutschland am weitesten verbreitet Legierungen sind 333er, 585er, 750er und 900er Gold. Durch Variationen in der Menge des Kupfer- und Silberanteils können unterschiedliche Farben erzeugt werden wie Weißgold, Rotgold, Gelbgold oder Grüngold. Auch durch Beimengung weitere Elemente können Farbtöne erzeugt werden.  So eignet sich Cadmium für Grüngold, Palladium für Graugold, Indium für Blaugold und Aluminium für Purpurgold.

In meiner Werkstatt

In meiner Werkstatt arbeite ich überwiegend mit den Legierungen 750er Gelb- und Weißgold, da es sich dabei um eine hochwertige Legierung handelt, die sich hervorragend für filigrane Goldschmiedekunst eignet. Zudem haben die unterschiedlichen Farbnouancen dieser Legierung alle einen satten Farbton und lassen so den Glanz und Wert des Goldes in all seinen Facetten zur Geltung kommen.

Platin und seine etymologische Herkunft

Platin (Latein und Englisch: Platinum) leitet sich aus dem spanischen Wort „platina“ als Verkleinerungsform von „plata“, dem Silber ab. Das begründet sich aus dem Umstand, dass im 16. Jahrhundert die Goldsucher in Kolumbien mit dem weißen Metall nicht viel anzufangen wussten. Sie dachten, es handele sich bei den kleinen Körnchen aus dem Kies des Rio Pinto für eine Art unfertiges Silber.

Inzwischen ist Platin nach Gold das wertvollste Edelmetall – es ist knapp sechzig Mal teurer als Silber. Es wird, wie Gold, in Form von Legierungen verwendet, da es in reinem Zustand kaum härter als Gold ist. Im Bereich der Schmuckfertigung wird überwiegend mit dem sogenannten Juwelier-Platin gearbeitet.

Juwelier-Platin

Juwelier-Platin ist eine Legierung bestehend aus ca. 96 % reinem Platin und ca. 4 % reinem Kupfer. Nachdem Platin jahrhundertelang als minderwertig angesehen wurde, gilt es heute nicht nur bei der Schmuckfertigung mit seiner markanten hellweißen Farbe als edles und gut schmiedbares Metall. Auch in der Medizin und Autoindustrie wird gerne mit Platin gearbeitet aufgrund seiner hohe Korrosionsbeständigkeit, Dichte und seines hohen Schmelzpunktes.

In meiner Werkstatt

In meiner Werkstatt arbeite ich überwiegend mit den Legierungen 950er Platin, da sich hier die Oberfläche so gut wie gar nicht nach der Bearbeitung verändert. Außerdem fasziniert mich die einzigartige Farbgebung, dieses klare und reine Silbergrau. Ich kenne kein anderes Material mit dieser Mischung aus Klarheit und Beständigkeit.

Palladium und seine etymologische Herkunft

Das seltene, silberweiße Übergangsmetall zählt zu den Platinmetallen. Palladium wurde 1803 von William Hyde Wollaston entdeckt. Er benannte es 1804 nach dem zwei Jahre vorher entdeckten Asteroiden Pallas.

Palladium ähnelt in seinen Eigenschaften sehr dem Platin und wurde deshalb lange Zeit gerne statt Weißgold oder Platin eingesetzt. Heutzutage (2019) hat sich der Wert vervielfacht, bedingt durch die große Nachfrage in der Automobil-Industrie und im chirurgischen,  medizinischen Bereich.

Silber und seine etymologische Herkunft

Der Ursprung des Wortes Silber liegt bei den altnordischen Sprachen: die Goten verwendeten den Begriff silbur und die Germanen silabra. Die Bedeutung dieser Bezeichnungen ist licht, hell und weiß – Attribute, die sehr treffend die Wirkung des Edelmetalls Silber schildern. 
Das chemische Symbol für Silber – Ag – hat eine andere Herkunft. Es leitet sich von dem lateinischen Ausdruck für das Edelmetall, argentum, ab. Argentum seinerseits geht auf das griechische agyrus zurück, das metallisch-weiß bedeutet. Argentinien wurde nach dem Edelmetall benannt, da es in dem südamerikanischen Staat große natürliche Silberschätze gibt.

Legierungen von Silber 

Reines Silber mit einem Feingehalt von 99,9%, genannt Feinsilber, eignet sich nicht zur Verarbeitung von Schmuck, da es nicht stabil genug ist.
Dafür wird meistens 925er-Silber, sogenanntes Sterlin-Silber*, verwendet, das zusätzlich noch Kupfer enthält und somit härter ist.
Während normales Silber in geschmolzenem Zustand eine große Menge an Sauerstoff aufnimmt, die während des Erstarrungs-Prozesses entweicht und Risse auf der Oberfläche des Edelmetalls verursacht, besteht diese Gefahr bei Sterlingsilber nicht.

Besonderheiten

Silber oxidiert an der Luft und durch den Schwefelgehalt in der Luft kommt es zu der bekannten dunklen Verfärbung, es bildet sich eine schwärzliche Silbersulfidschicht. Im Sprachgebrauch auch unter „angelaufen“ bekannt. 

In meiner Werkstatt

In meiner Werkstatt verwende ich überwiegend 925er Silber. Zum einem greife ich hier auf Altbewährtes und somit Verlässliches zurück (siehe Sterling-Silber), zum anderen ist es mir so möglich, auch im mittleren Preissegment Schmuckstücke zu fertigen, die dennoch edel und fein wirken. Besonders in Kombination mit anderen, hochwertigen Materialien wie 750 Gold und Diamanten.

 

*Der Name Sterling-Silber hat seinen Ursprung in Großbritannien. Hier wurde bis zum Jahr 1920 als Grundstoff für Sterlinge, die damaligen Silberpennies, 925-Silber verwendet. Dieser Name wird jedoch heutzutage nicht mehr in England verwendet, dort trägt es den Namen „Standard Silver“.